Hallo zusammen,
nun ist der Alltag wieder in die meisten Haushalte und auch in das Gemeindeleben eingezogen. Die Hauskreise starten neu durch, die Pfadfindergruppenstunden beginnen, dazu kommen Gebetstreffen, Sitzungen und vieles mehr.
Wichtig erscheint mir, dass wir uns von diesem Alltag nicht überrollen lassen, sondern ihn gemeinsam gestalten. Dass gerade auch Gemeindeveranstaltungen nicht als notwendiges Übel, sondern als Orte gemeinsam gelebten Glaubens gesehen werden. Wie das gelingen kann? Manchmal einfach schon durch einen neuen Blick auf das, was kommt. Indem ich mir in Erinnerung rufe, was Gemeinde eigentlich ist und wem ich dort begegne.
Dann können Hauskreise zu Oasen des Glaubens werden, in denen wir emotional und geistlich auftanken. Sitzungen können zu Orten werden, an denen wir gemeinsam in die Zukunft blicken und überlegen, was wir mit Gott erleben können.
Ich freue mich auf die vielen Begegnungen mit euch. Besonders freue ich mich auf die Gemeindefreizeit im Gemeindehaus. Gemeinsam Zeit im Gemeindehaus verbringen und entdecken, was Gott in jeden Einzelnen von uns hineingesteckt hat. Seid ihr dabei? Dann meldet euch am besten heute noch an (Infos findet ihr weiter unten) – das hilft uns bei der Planung sehr.
Liebe Grüße
Jens
Wie sah dein Weg aus, auf dem du Jesus Christus kennengelernt hast? Mit für Menschen außerhalb der Gemeinde oft unverständlichen Worten würde man vielleicht fragen: Wie hast du dich bekehrt?
Die Wege zum Glauben an den dreieinen Gott sind so unterschiedlich wie wir Menschen. Sie sind geprägt von Menschen, die uns auf dem Weg begleitet haben. Manchmal haben verschiedene Menschen einen ganz unterschiedlichen Einfluss auf unsere Entwicklung. Habt ihr euch mal darüber Gedanken gemacht?
Bei mir waren das an verschiedenen Stellen unterschiedliche Frauen und Männer. Meine Eltern, die mich schon früh mit dem Glauben und auch der Gemeinde in Berührung gebracht haben. Die Mitarbeiterin in der Jungschar, die mich erst als Teilnehmer begleitet hat und dann dazu angeleitet hat, selbst als Mitarbeiter einzusteigen. Mein Pastor, der uns im Biblischen Unterricht ernst genommen hat – und sicherlich manchmal aufgrund unserer Fragen auch echt ins Schwitzen kam. Mein Jugendleiter, der einfach da war und sich Zeit genommen hat. Der Evangelist, der die Zelttage in Bochum begleitet hat und gefühlt an dem Abend nur für mich gepredigt hat. Meine Oma, die mir die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt hat.
Beim Aufschreiben der Menschen fallen mir immer mehr ein, die mich auf dem Weg zum Glauben und im Glauben begleitet haben und so einen wichtigen Beitrag dazu geleistet haben, dass ich heute mit Jesus unterwegs bin. Keiner war alleine der Ausschlaggebende.
Das ist eine Erkenntnis, die schon Paulus im 1. Korintherbrief 3,5–7 im Blick auf sich und Apollos hatte:
„Nun, was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Gottes Helfer sind sie, durch die ihr zum Glauben gekommen seid. Jeder von uns beiden hat von Gott seine besondere Aufgabe bekommen. 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat es wachsen lassen. 7 Es zählt also nicht, wer pflanzt oder wer begießt; es kommt alles auf Gott an, der es wachsen lässt.“
Gute Nachricht Bibel
Warum ist das wichtig? Ich glaube, dass diese Erkenntnis auch heute für uns noch wichtig ist. Denn oft haben wir den Gedanken: Was habe ich denn schon dazu beigetragen, dass Menschen zum Glauben kommen? Ich habe es noch nie erlebt, dass da jemand sein Leben an Jesus übergeben hat.
Ja, das kann sein. Aber ich bin mir sicher: Wenn du deinen Glauben nicht nur im Geheimen gelebt hast und für die Menschen in deiner Umgebung da warst, dann bist du für jemanden auf dem Weg zu Jesus Christus wichtig geworden – oder wirst es noch. Vielleicht erlebst du nie, dass da jemand bei dir „Ja“ sagt. Aber durch dein Bekenntnis, durch dein liebevolles Begleiten, durch dein „Ich trau dir was zu“ ist jemand auf dem Weg zu Jesus ein Stück weitergekommen.
Deswegen: Du bist wichtig.
Eine Idee: Vielleicht erzählen wir uns mal in den Hauskreisen und Gruppen**,** welche Menschen auf unserem Weg zu Jesus wichtig waren. Das wäre doch spannend.
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