Hallo zusammen,
am Wochenende war unsere Gemeindefreizeit im Gemeindehaus. Ein Format, das sich für die Jahre, in denen wir keine Gemeindefreizeit in einem Freizeitheim geplant haben, echt bewährt hat: miteinander Zeit verbringen und gemeinsam lernen, dabei aber im eigenen Tempo dabei sein und vor allem das eigene Bett genießen.
Für 2027 planen wir wieder eine Gemeindefreizeit im Gemeindehaus. Und damit ihr euch das Wochenende schon einmal freihalten könnt, kommt hier direkt der Termin: 10.–12. September 2027. Haltet euch die Zeit gerne schon einmal frei.
Allgemein sind wir gerade dabei, im AKL (Arbeitskreisleitertreffen) die Termine für 2027 zu sammeln und zu sortieren, damit wir euch bald einen Jahreskalender zukommen lassen können. Solltet ihr für die Gemeinde wichtige Termine kennen, schreibt sie gerne per Mail an die Gemeindeleitung (gemeindeleitung@feg-roedermark.de). Dann können wir sie in den Jahreskalender mit aufnehmen.
Ansonsten findet ihr natürlich auch alle öffentlichen Termine auf unserer Webseite und alle weiteren Termine in ChurchTools.
Ich wünsche euch eine gute Woche.
Liebe Grüße
Jens
Gerade habe ich das Kuhhorn von der Pfadfinderfreizeit auf meinem Schreibtisch gefunden. Vor vielen Jahren habe ich mir dieses Kuhhorn als eine Art Trompete gekauft und seitdem nutzen wir es immer mal wieder auf Freizeiten und Fahrten als Signalhorn. Um allen zu sagen: Jetzt gibt’s Mittagessen. Oder: Jetzt geht’s weiter.
Dieses Kuhhorn erinnert mich an eine Geschichte aus der Bibel: an Josua und das Volk Israel vor Jericho (vgl. Josua 6,1-20).
Sieben Tage lang ziehen sie um die Stadt herum. Und beim siebten Mal gibt Josua den Befehl: „Erhebt das Kriegsgeschrei! Denn der HERR hat euch die Stadt gegeben.“ Das Volk schreit, die Hörner ertönen – und die Mauern fallen ein.
Wenn man sich das so anschaut, könnte man schnell auf den Gedanken kommen: Die Israeliten haben die Mauer zum Einsturz gebracht. Sie sind um die Stadt gezogen, sie haben geschrien, sie haben die Hörner geblasen.
Aber eigentlich ist das Spannende etwas anderes: Das Volk Israel hört auf Gott und tut, was er sagt. Gott handelt – und die Menschen antworten auf sein Wort.
Sie gehen. Sie blasen die Hörner. Sie schreien. Aber sie sind nicht diejenigen, die die Mauer zum Einsturz bringen. Das tut Gott.
Und ich finde, darin steckt eine schöne Spannung, die wir auch in unserem Leben mit Gott immer wieder erleben. Wir haben eine Aufgabe. Wir haben einen Auftrag. Und gleichzeitig kommen wir schnell in die Gefahr zu denken: Ich muss es jetzt auch hinbekommen. Ich muss dafür sorgen, dass etwas passiert.
Dabei sagt Gott mir: Geh. Rede. Diene. Bete. Liebe. Vielleicht muss ich manchmal sogar laut werden und ins Horn blasen. Aber ich muss nicht Gottes Teil übernehmen. Ich kann keine Mauern zum Einsturz bringen. Das kann nur Gott.
Und das hilft mir gerade auch beim Nachdenken darüber, wie ich mit Jesus unterwegs bin. Es ist nicht meine Aufgabe, die Mauern anderer Menschen einzureißen, damit sie Gott erkennen. Mein Auftrag ist es, zu gehen, zu dienen, zu reden, zu beten und zu lieben. Und darauf zu vertrauen, dass Gott selbst an Menschen handelt.
Vielleicht ist das ein kleiner Gedanke für diese Woche, den ich ziemlich entspannend finde: Gott gibt uns einen Auftrag und nimmt uns dabei durchaus ernst. Wir sollen tatsächlich tun, was er uns aufträgt.
Aber die Wirkung müssen wir nicht produzieren. Die liegt bei ihm.